11 Zeugen

Alles begann mal ganz unschuldig mit erst zwei, dann drei Hörproben in Songlänge auf MySpace. Daniel Wirtz auf Deutsch? Klappt das? Kann das gehen? Als „11 Zeugen“ Ende März 2008 schließlich erscheint, haben fast 1.000.000 Plays der Songs schon für mächtig Selbstvertrauen, Rückenwind und Aufmerksamkeit gesorgt.
Die „MySpace-Hits“ „Ne Weile her“, „Heute weiß ich“ und „Sag es wie es ist“ sind drei der „11 Zeugen“, die Daniel in sein neues künstlerisches Leben begleiten – und sind auch 7 Jahre später noch treue Freunde auf den meisten Konzerten. Das Album landet auf Platz 94 der deutschen Longplaycharts. Viel wichtiger aber ist: „11 Zeugen“ ist draußen und es gefällt – nicht nur dem Künstler, sondern auch einer seit dem ersten Tag wachsenden treuen Gefolgschaft. Das RockHard notiert: „Der Albumname „11 Zeugen“ steht für elf selbstkritische Lieder, die rebellischen Grunge und bodenständigen Rock mit mitreißenden Melodien und rauen Vocals vereinen. Obwohl Midtempo-Tracks und balladenhaftere Nummern überwiegen, driftet WIRTZ nicht in den Kitsch ab, sondern überzeugt mit seinem Songwriting.“ Mit „11 Zeugen“ im Gepäck geht es auf die erste kleine 6-Städte-Tour und der Rest ist Geschichte, die bis heute weiter geschrieben wird. Schon vor der Veröffentlichung fällt außerdem die Entscheidung: Wir machen alles selbst. Trotz diverser Angebote aus der Branche entsteht mit WIRTZMUSIK das eigene Label, auf dem nicht nur „11 Zeugen“ erscheint, sondern auch alle folgenden Alben.

 

1. 11 Zeugen 2. Ne Weile Her
3. Mon Amour 4. Keine Angst
5. Wo ich steh 6. Den ersten Stein
7. Heute weiss ich 8. Richtig weg
9. Sag es 10. Weil ich so bin
11. Wieder mal ne Nacht

 

 

 

 

 

Erdling

Nach dem Debüt „11 Zeugen“ hatte sich bei WIRTZ eine ganze Menge getan: Es hatte sich schon eine solide, treue Fanbase gebildet, die jedes Wort aus Feder und Mund des Sängers mitfühlen und teilen. Das Material hatte den ersten Test bestanden und der Schritt ins neue Leben war geglückt. Aber dass es nicht allen gefallen würde, war beinahe klar. Zu persönlich, zu emotional und zu schonungslos war der Bruch mit der eigenen musikalischen Vergangenheit. Nicht jeder konnte und wollte mit dem neuen WIRTZ umgehen. Dass die Kritik an „11 Zeugen“ von manchem Plattenfirmenmenschen oder diversen Journalisten aber nicht nur pauschal sondern auch unreflektiert, wenig professionell und weit unter der Gürtellinie einschlug, ging null. WIRTZ verarbeitet diese Tiefschläge humorvoll in der ersten Single „L.M.A.A.“ indem er die Strophen einfach aus Verriss-Zitaten zusammen bastelt. So entsteht wie nebenbei ein Live-Dauerbrenner der ersten Güte. Ansonsten setzt „Erdling“ da an, wo „11 Zeugen“ aufgehört hat: Daniel blickt in seinen Texten nach innen und nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise durch die eigene Seele. Michael Edele schreibt auf laut.de: „Die Songs und Texte scheinen aus dem Mann nur so heraus zu sprudeln. Gut für ihn, gut für die Fans, denn auch „Erdling“ ist ein rundum gutes Album mit nachdenklichen, nie zu plakativen Texten und meist melancholischer Musik geworden.“ Dass Mund-zu-Mund-Propaganda auch heute noch der beste Treibstoff für „Newcomer“ ohne Promotionapparat im Hintergrund ist, beweist „Erdling“: Jeder, der „11 Zeugen“ schon geil fand, hat seinem besten Kumpel den „Erdling“ aufgequatscht. So knackt WIRTZ 2009 erstmals solo die „Top 50″.

 

1. Im freien Fall 2. Geschichten ohne Sieger
3. Anderer Stern 4. Der Feind in meinem Kopf
5. Meinen Namen 6. Lass mich los
7. Meilenweit 8. Scherben
9. Frei 10. L.M.A.A.
11. Kugel, Kopf und eins im Sinn 12. Siehst Du mich
13. Nada Brahma 14. Leb‘ wohl (Bonustrack)
15. Overkill (Bonustrack)

 

 

 

 

 

Live in Frankfurt DVD

Knapp 10.000 Menschen wollen Daniel auf seiner „Erdling“-Tour sehen, Clubs in Berlin, Hannover und Leipzig melden bereits lange im Vorfeld „ausverkauft“. Da ist es natürlich Ehrensache, dass ihm auch die Homebase Frankfurt eine volle Hütte beschert. Und es wird ein besonderer Abend: Der Schweiß läuft in Bächen an den Wänden der ehrwürdigen Batschkapp hinab, die Menge ist ein wild ineinander verschlungenes, tanzendes Knäuel aus Alt- und Jungrockern, noch leicht verschüchterten Mädels FFM-Härtnern und allem, was dazwischen liegt. So wild der Mix, so einig sind sich alle in ihrem Tun: Von der ersten bis zur letzten Reihe, von der ersten bis zur letzten Seite sind alle textsicher und für 2 Stunden genau da, wo sie alle richtig sind. Und WIRTZ zahlen voll zurück, liefern mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile und spielen eines ihrer energetischsten Konzerte der Tour. Das Glück des Tüchtigen: Der Gig wird für eine Live-DVD mitgeschnitten, die Anfang 2010 in den Läden steht und satte 24 Songs lang WIRTZ in Livehochform konserviert.

 

1. Freier Fall 2. Geschichten ohne Sieger
3. Meinen Namen 4. Der Feind in meinem Kopf
5. Anderer Stein 6. Sag es
7. Lass mich los 8. L.M.A.A.
9. Meilenweit 10. Wo ich steh
11. Weil ich so bin 12. Scherben
13. Frei 14. Kugel, Kopf und eins im Sinn
15. Mon Amour 16. Heute weiss
17. Ne Weile her 18. 11 Zeugen
19. Siehst Du mich 20. Nada Brahma
21. Keine Angst 22. Overkill
23. Erster Stein 24. Richtig weh

 

 

 

 

 

 

 

Akustik Voodoo

Kamen die ersten beiden Alben noch im Abstand von einem Jahr raus, gönnt sich WIRTZ für sein drittes Album etwas mehr Zeit. Das hat gute Gründe: Erstens wird „Erdling“ ausgiebig quer durch Deutschlands Clubs und auf diversen Festivals betourt und die DVD des ausverkauften Batschkapp-Gigs kommt raus. Und zweitens ist „Akustik Voodoo“ die bis heute schwerste Geburt aller WIRTZ-Alben. Textlich ist die Platte das ambitionierteste Werk, Daniel malt in seinen Texten Bilder, die nicht nur ihn und seine Zuhörer, sondern auch die Sprache an sich an immer neue Grenzen treibt. „Akustik Voodoo“ ist eine anstrengende Reise durch einen ganz neuen sprachlichen Kosmos. Eine Kunstplatte, die weniger aus dem Bauch als aus dem Kopf kommt. Metal.de bringt es auf den Punkt: „Mit seinem dritten Album nimmt Daniel Wirtz nun endgültig eine Ausnahmestellung in der deutschen Musikszene ein und präsentiert melancholischen, auf jeden Fall aber tonnenschwer düsteren Grunge, der weder auf „11 Zeugen“ noch auf „Erdling“ in dieser Art und Weise zu hören ist. Songs wie „Der Lange Weg“, „Banalität Der Dinge“ oder „Der Sog“ sind zugegeben harte Brocken, die zunächst ziemlich schwer in den Gehörgängen liegen, doch nach nur ein paar Durchläufen bekommt man gerade diese Nummern einfach nicht mehr aus dem Kopf.“ „Akustik Voodoo“ ist nicht ganz ein Experiment aber doch mindestens ein Test: Was ist möglich, wenn Sprachwucht auf erdigen, knalligen Rock´n´Roll trifft? Also: Wo hört der Spaß auf? Die Fans geben die Antwort: Auf alle Fälle nicht auf „Akustik Voodoo“. Die WIRTZ-Gemeinde wuchtet das Album aus dem Stand auf Platz 5 der Longplaycharts und hievt WIRTZ damit in die erste Etage deutschsprachiger Rockmusiker.

 

1. Akustik Voodoo 2. Der lange Weg
3. Banalität der Dinge 4. Der Sog
5. Gebrannte Kinder 6. Strom der Zeit
7. Hol mich heim 8. Hier
9. Du verschwendest meine Zeit 10. Goldenes Kind
11. Kamikaze 12. Weiße Stellen

 

 

 

 

 


Wirtz unplugged

Was macht man, wenn es gerade richtig gut läuft? Genau, man macht einfach alles anders, als vorher! WIRTZ ziehen nach dem Top5-„Akustik Voodoo“ ganz buchstäblich den Stecker und erhören die immer lauter werdenden Rufe der Fans, doch mal was Akustisches zu machen. Zwar hatten sich die meisten „nur“ eine kleine Akustiktour gewünscht, aber halbe Sachen sind nicht die feine WIRTZ-Art. Und genau so halbar wäre es gewesen, die bewährten Rockfeuerwerke einfach mit Akustikgitarre aber dafür ohne Knall auf schüchtern glimmendes Lagerfeuer zu trimmen. Stattdessen arrangieren WIRTZ 14 Songs komplett um, integrieren Klavier und Streicherensemble und präsentieren auf „Unplugged“ neue, eigenständige Songs in einem spannenden Gewand. Jede Nummer soll nicht gegen das Original antreten, sondern schlicht für sich stehen. Wie gut das gelungen ist, zeigt die anschließende Tour: Die Fans erinnern sich in Scharen daran, was sie eingefordert hatten und bescheren WIRTZ eine Gänsehaut-Tour. Die meisten Konzerte sind innerhalb von Stunden ausverkauft und werden zu emotionalen Meilensteinen in der WIRTZ-Karriere. Ein Ausflug in neue Gefilde, der sich rundum gelohnt hat.

 

1. Meinen Namen (unplugged) 2. Gebrannte Kinder (unplugged)
3. Geschichten ohne Sieger (unplugged) 4. Scherben (unplugged)
5. Ne Weile her (unplugged) 6. Sag es (unplugged)
7. Meilenweit (unplugged) 8. Hier (unplugged)
9. Der Feind in meinem Kopf (unplugged) 10. Heute weiss ich (unplugged)
11. Keine Angst (unplugged) 12. Nada Brahma (unplugged)
13. Frei (unplugged) 14. Mon Amour (unplugged)

 

 

 

 

 


Live in Frankfurt unplugged DVD

Der Deckel auf dem Unplugged-Topf hätte kaum passender sitzen können. Wieder Frankfurt, wieder ausverkauft, wieder ein unvergesslicher Abend. Dass das Akustikgewand sitzt, hat „Unplugged“ bereits bewiesen. Dass es auch emotional wärmt und dabei auch optisch noch was hermacht, musste dann doch die Livesituation zeigen. Als die Band – inklusive Streicherensemble und Pianist – im Juni 2014 zwei ruckzuck ausverkaufte Konzerte im „Gibson Club“ in Frankfurt spielt, ist das Urteil schon lange klar: Feiner Zwirn und angenehmer Tragekomfort. Alle fühlen sich wohl damit. Und selten wurde visuell derart passend inszeniert, was die Gäste der größtenteils ausverkauften Unplugged-Tour auf die Ohren bekamen, wie hier im Hessischen: Der rauhe Charme kahler Wände wirft kaum zurück, was der Sänger mit seiner Band samt Pianist und Streicherensemble ins Publikum mal schmeichelt, mal ruft und mal fordert: Das Gefühl macht die Musik, der harte Beton ist nur noch Projektionsfläche, die von Band und Fans genutzt wird, ihre Worte und Ideen ungefiltert zu verteilen. Dass am Ende trotzdem nicht nur eine Gänsehaut nach der anderen durch den Raum kriecht, sondern auch eine Menge Schweiß fließt, ist Künstler, Material und Inszenierung geschuldet: Jeder weiß, was zu tun ist, wann das leise laut begleitet und das laute leise bestaunt werden muss. „Live & Unplugged im Gibson Club Frankfurt“ klettert als erfolgreichster Neueinstieg auf Platz 3 der DVD-Charts und rundet den „Unplugged“-Ausflug würdig ab.

 

1. Erster Stein (unplugged) 2. Sag es (unplugged)
3. Gebrannte Kinder (unplugged) 4. Ne Weile her (unplugged)
5. Anderer Stein (unplugged) 6. Scherben (unplugged)
7. Meilenweit (unplugged) 8. Meinen Namen (unplugged)
9. Heute weiss ich (unplugged) 10. Strom der Zeit (unplugged)
11. Geschichten ohne Sieger (unplugged) 12. Der Feind in meinem Kopf (unplugged)
13. Keine Angst (unplugged) 14. Hier (unplugged)
15. Der lange Weg (unplugged) 16. Frei (unplugged)
17. Nada Brahma (unplugged) 18. Hol mich heim (unplugged)
19. Mon Amour 20. Wieder mal ne Nacht

 

 


Auf die Plätze, fertig, los

Mit dem Ende des Unplugged-Ausflugs, der bis zum Herbst 2014 immerhin satte 3 Jahre andauerte, waren die Festplatten beim Team WIRTZ kreativ komplett resetted. Zeit und eine Menge Lust, endlich wieder loszurocken, auch, weil der Zeitplan durch die Teilnahme am Erfolgsformat „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ straff vorgegeben ist. So entsteht das Album zwischen November und April rund um den zweiwöchigen März-Dreh in Südafrika. Quelle der Inspiration? Wie immer der eigene Blick aufs Leben und das Glück, „dass es gerade mal ganz gut geradeaus läuft und mir nicht mal wieder jemand das Herz aus der Brust gerissen hat und darauf rumtrampelt“. Heraus gekommen sind 12 Songs zwischen der gewohnten WIRTZSCHEN Selbstbesinnung („Mantra“, „Du stehst im Dunkeln“, „Aus Versehen“, „Das nächste Mal“) und nicht allzu verkopften Gute-Laune-Rockern („Auf die Plätze, fertig, los“, „Wenn du willst“, „Ich weiß es nicht“, „Freitag Abend“). Die Mischung polarisiert, nicht alle mögen den besser gelaunte
n WIRTZ, mancher vermisst das Dunkle, leicht Depressive, das ein Leitmotiv der ersten drei Studioalben war. „Auf die Plätze, fertig, los“ ist anders, aber dennoch eine authentische Dokumentation des Augenblicks. Nicht konstruiert, sondern pur und ehrlich. „Wir machen immer dasselbe und am Ende kommt immer was ganz anderes raus“, beschreibt Daniel die Arbeit zur 2015er-Platte, die Dank der Unterstützung der WIRTZ-Freunde der ersten, zweiten, dritten und jüngsten Stunde zum erfolgreichsten Album der Bandgeschichte wird.

3 Wochen Top10, 10 Wochen in den deutschen Longplay-Charts und mehr als 35.000 verkaufte Tickets zur „Auf die Plätze, fertig, los“-Tour im Herbst 2015. Spätestens da schmiegen sich die neuen Nummern dann auch endgültig ganz harmonisch in den WIRTZ-Kosmos ein.

 

1. Auf die Plätze, fertig, los 2. Mantra
3. Regentropfen 4. Du fährst im Dunkeln
5. Aus Versehen 6. Wir
7. Viel Glück 8. Freitag Abend
9. Ich weiß es nicht 10. Wenn Du willst
11. Sehnsucht 12. Das nächste Mal